Ukrainische Literatur im Epochenumbruch 19. - 20. Jh.

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Schriftsteller

Olha Kobyljanska - Das Leben

Olha stammte väterlicherseits aus einer ukrainischen, mütterlicherseits aus einer polnisch-deutschen Familie (Werner). Der Vater war ein kleiner k. k. Beamter, der für sieben Kinder sorgen musste. Deshalb zog die Familie oft um, wohnte in den südbukowinischen Städten Suczawa und Kimpolung, später im nordbukowinischen Dorf Dymka, und kam 1891 nach Czernowitz.

Nach der vierjährigen Volksschule in ihrem Heimatdorf bildete sich Olha als Autodidaktin weiter. Eine große Rolle in ihrer geistigen Entwicklung spielte die deutsche Literatur, vor allem Goethe, Heine, Keller, Spielhagen, Hauptmann und Marlitt. Wichtig waren ihr auch skandinavische Autoren wie Jacobsen, Ibsen und Strindberg und russische Dichter wie Tolstoi und Turgenew.

Einen spürbaren Einfluss auf Olhas Werk hatte die Philosophie von Friedrich Nietzsche. Unter anderem waren das die Dychotomie oben – unten, das Motiv der Einsamkeit, die Idee vom Übermenschen und das Konzept der ewigen Wiederkehr.

Ihren ersten schriftstellerischen Versuchen in polnischer Sprache war kein Erfolg beschieden. Ende der 1880er Jahre begann sie in deutscher Sprache zu schreiben. Ihre frühen Erzählungen und Skizzen wurden in der Gartenlaube, in Westermanns Monatsheften und in der Wiener Zeitschrift Ruthenische Revue veröffentlicht. Bei Bruns in Minden erschien 1901 der deutsche Erzählband Kleinrussische Novellen.

Der Vorstand und die Mitglieder der Wissenschaftlichen Gesellschaft Schewtschenko anlässlich des 100. Jahrestages der Veröffentlichung der Enejida von Iwan Kotljarewskyj, Lwiw, 31. Oktober 1898: In der ersten Reihe sitzend: Mychajlo Pawlyk, Jewhenija Jaroschynska, Natalija Kobrynska, Olha Kobyljanska, Sylvester Lepkyi, Andrij Tschajkowskyj, Kost Pankiwskyj. In der zweiten Reihe stehend: Iwan Kopatsch, Wolodymyr Hnatjuk, Ossyp Makowej, Mychajlo Hruschewskyj, Iwan Franko, Oleksandr Kolessa, Bohdan Lepkyj. In der dritten Reihe stehend: Iwan Petruschewytsch, Filaret Kolessa, Jossyp Kyschakewytsch, Iwan Trusch, Denys Lukianowytsch, Mykola Iwasjuk.

Das nationale Erwachen der Ukraine und ihre Schriftsteller Lessja Ukrajinka, Jurij Fedkowytsch, Iwan Franko und Taras Schewtschenko bestärkten sie in ihrem Wunsch, eine ukrainische Schriftstellerin zu werden. Mit Lesja Ukrajinka, Wassyl Stefanyk und Ossyp Makowej war sie befreundet. So schrieb sie ab Mitte der 1890er Jahre vor allem in ukrainischer Sprache.

"Olga Kobyljanska - Ukrainische Lorelei"

Der Name der ukrainischen Schriftstellerin der Moderne Olga Kobyljanska (1863-1942) ist heute über die Grenzen der Ukraine und Deutschlands hinaus bekannt, denn ihr Leben und ihr Werk sind auf überraschende Weise mit dem Schicksal vieler ihrer Zeitgenossen verwoben, mit denen sie zusammentraf und korrespondierte. Dazu gehören Ivan Franko, Lesia Ukrainka, Vasyl Stefanyk, Natalia Kobrynska, Ludwig Jakobowski, Georg Adam, Petko Todorov, Franciszek Rzegorz, Mykola Yevshan, Ostap Hrytsai, und viele andere.
Und dann waren da noch diejenigen, deren Werke sie mit den Augen ihrer Seele betrachtete: ihre Lieblingsdichter Heinrich Heine und Johann Wolfgang Goethe, Jens Peter Jacobsen und August Strindberg, Friedrich Schiller und Maurice Maeterlinck… Shakespeare, Nietzsche, Marlitt und natürlich Schewtschenko sind auch dabei. Sie zitiert seine Zeilen in ihrem Tagebuch, und ihre Figuren kennen seine Poesie.
“Die westliche Literatur hat mich mit ihren literarischen Werken beeinflusst”, schreibt Olha Kobyljanska.
Als sie begann, auf Deutsch zu schreiben, wurde sie zu einer derjenigen, an denen die ukrainische Literatur später ihren Entwicklungsrhythmus maß. Nicht umsonst betonte Iwan Franko, dass es Olha Kobyljanska gelungen sei, die Besonderheit des Lebens des ukrainischen Volkes in ihren Werken “auf eine ganz moderne europäische Weise” darzustellen. Und einige ihrer Zeitgenossen (z. B. Ostap Terletskyi) nannten sie eine “exotische Blume” in der ukrainischen Literatur.

 

Olha Kobyljanska (1863-1942) war eine ukrainische Schriftstellerin und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.

Ihre Prosa – Novellen, Kurzgeschichten, Prosagedichte, Novellen und Romane – bestimmte weitgehend die Prioritäten und Möglichkeiten für die Entwicklung der ukrainischen Literatur an der Wende vom 19. zum 20.

Über Olha Kobyljanska zu sprechen bedeutet, über die Besonderheiten des ukrainischen Fin de Siècle in seinen thematischen, gattungsspezifischen und ästhetischen Dimensionen zu sprechen und dabei eine ganze Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der ukrainischen Moderne zu berühren.

Olha Kobyljanska wurde in der Stadt Gura Gumora (heute Gura Gumorului) in der südlichen Bukowina als Tochter von Julian Kobyljanskyi geboren, der als Angestellter und später als Sekretär in der Bezirksverwaltung von Kympolunga tätig war.

Ihre Mutter, Maria Kobylianska, hatte deutsch-polnische Wurzeln, und es ist bekannt, dass ihr Verwandter der deutsche romantische Schriftsteller Zacharias Werner war.

Deutsch war die erste Sprache ihrer Ausbildung (sie absolvierte nur eine vierklassige Grundschule). Olha Kobyljanska lernte privat nur einen Monat lang Ukrainisch. Es war die Sprache ihres Vaters, der aus Galizien nach Bukowyna gekommen war, und so war Ukrainisch neben Deutsch und Polnisch die vorherrschende Sprache, die zu Hause gesprochen wurde.

Die Selbsterziehung war in ihrem Leben von großer Bedeutung – ihre Brüder, die am Gymnasium und später an der Universität studierten, teilten ihre Vorlesungen mit ihr, die Werke von “angesehenen Klassikern” und die neuesten Werke der Philosophie umfassten.

Das multikulturelle Umfeld von Bukovyna, in dem die spätere Schriftstellerin aufwuchs, gab ihr die Möglichkeit, die Zeichen und Tendenzen der Zeit aufzunehmen, und ermutigte sie, sich in Worten auszudrücken. Die Natur der Karpaten, die für Kobyljanska zu einem Kraftort wurde, nährte ihre schöpferische Fantasie, erfüllte sie zeitlebens mit Kraft und Inspiration. In ihren Werken ist die Natur Ausdruck des inneren Zustands ihrer Figuren, vor allem der weiblichen Figuren.

Die Heldinnen ihrer Kurzgeschichten und Romane sehnen sich nach einer idealen Welt, ihre Impulse ins Blau sind eine Suche nach Harmonie und innerem Gleichgewicht. Sie lassen sich von der Musik inspirieren, fühlen sie und sind von ihr erfüllt. Die Musik wird zu einem weiteren “Territorium”, in dem sich die Figuren, wie die Autorin, glücklich fühlen. Aber sind sie auch glücklich?

Kobyljanskas Werk umfasst Werke, die auf Lebensereignissen und Geschichten aus dem Leben einzelner Personen basieren. Die Schriftstellerin fasst sie gemäß den Anforderungen der Zeit und ihren ästhetischen Prinzipien auf.

Die Hauptsache für die Autorin war immer der Mensch. Das Thema des Menschen ist in den Werken zum Thema Erster Weltkrieg am deutlichsten ausgeprägt. Die Existenz des Menschen in diesem “Zwischenraum” offenbart die dramatischen und tragischen Konflikte jener Zeit, die Kobyljanska selbst durchleben musste…

In ihrer Prosa bleibt sie sehr zeitgenössisch, und ihre Figuren äußern Positionen, die für den ukrainischen Menschen heute wichtig sind.

Iwan Franko

Iwan Franko war ein ukrainischer Schriftsteller, Journalist, Literaturkritiker, Übersetzer, Dramatiker, Publizist, Wissenschaftler und Politiker.

 

Sein kreatives Werk, geschrieben auf Ukrainisch (die meisten Texte), Polnisch, Deutsch, Russisch, Bulgarisch, Tschechisch, wird auf mehrere tausend Werke mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Bänden geschätzt. Insgesamt gab es zu Frankos Lebzeiten mehr als 220 separate Bücher und Broschüren, darunter mehr als 60 Sammlungen seiner ursprünglichen und übersetzten Werke verschiedener Genres.

 

Er war einer der ersten ukrainischen Berufsschriftsteller, das heißt, er verdiente seinen Lebensunterhalt mit literarischer Arbeit. Neben dem Maler und Lyriker Taras Schewtschenko, den er ins Deutsche übersetzte, hatte er großen Einfluss auf die entstehende ukrainische Literatur und die Entwicklung des nationalen ukrainischen Gedankens.

Iwan Franko - Das Leben

Iwan Franko wurde 1856 als Sohn von Jakow Franko, einem Dorfschmied deutscher Abstammung, und dessen Frau Maria (geborene Kultschyzka), die einer verarmten russinisch-polnischen Adelsfamilie entstammte, in Nahujewytschi im heutigen Rajon Drohobytsch in Ostgalizien geboren. Der ursprüngliche Familienname war Frank. Sein Vater starb im Frühjahr 1865, als Iwan im neunten Lebensjahr war. Nach dem Schulabschluss am Drohobytscher Realgymnasium studierte er seit 1875 an der philosophischen Fakultät der heute nach ihm benannten Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw Philologie, Pädagogik, Psychologie, Anthropologie und ukrainische Sprache und Literatur.

 

 

Eins der vielen Porträts von Iwan Franko, die von dem Literaturkritiker und impressionistischen Maler Iwan Trusch gemalt wurden.

Franko wurde in dieser Zeit Mitglied der Studentengruppe Akademischer Zirkel (ukr. Академічний кружок) und gab dessen literarische Zeitschrift Freund (ukr. Друг) mit heraus. Die literarische Zeitschrift Dnistrianka veröffentlichte 1876 Frankos erste Geschichten: Lessyschyna tscheljad (ukr. Лесишина челядь) und Zwei Freunde (ukr. Два приятелі); im gleichen Jahr erschien ein erster Gedichtband Balladen und Märchen (ukr. Балади і розкази). 1877, kurz nach Veröffentlichung der ersten Texte aus dem Borislaw-Zyklus (ukr. цикл Борислав), verhaftete man Franko und seine Kollegen aus der Redaktion wegen angeblicher sozialistischer „Geheimbündelei“; nach acht Monaten Untersuchungshaft wurde er im Januar 1877 zu sechs Wochen Arrest verurteilt. Nach Fortsetzung seines Studiums und gleichzeitiger Arbeit als Autor und Redakteur (Gründung der später verbotenen Zeitschrift Gesellschaftsfreund (ukr. Громадський друг)) erfolgte im März 1880 eine weitere Verhaftung wegen „Anstachelns des einfachen Volkes gegen die gesetzmäßige Ordnung“. Frankos Eindrücke aus der dreimonatigen Haft in Kolomyja sind in seinem Stück Am Grund (ukr. На дні) festgehalten. Franko konnte unter diesen Umständen sein Studium nicht vollständig abschließen und lebte zwei Jahre in seinem Heimatdorf Nahujowice. In dieser Zeit entstanden die Novelle Sachar Berkut (ukr. Захар Беркут), die Übersetzungen von Goethes Faust und Heines Deutschland. Ein Wintermärchen sowie eine Artikelserie über Taras Schewtschenko.

 

In den Folgejahren vertiefte sich Franko in Lemberg in die National- und Literaturgeschichte der galizischen Ukraine; er arbeitete für die ukrainischen Zeitschriften Stern (ukr. Зоря) und Tat (ukr. Діло) und reiste 1885 und 1886 nach Kiew, wo er im Mai 1886 Olha Choruschynska (ukr. Ольга Федорівна Хоружинська, 1864–1941) heiratete. Wegen seiner Kontakte zu Kiewer Studenten, die Galizien besuchten, wurde Franko 1889 erneut für zwei Monate inhaftiert. 1890 gründete Franko die Zweiwochenschrift Volk (ukr. Народ) und veröffentlichte die Sammlung Im Schweiße des Angesichts (ukr. У поті чола). Auf seine und seines Freundes Mychajlo Pawlyks Initiative wurde 1890 die Ruthenisch-ukrainische radikale Partei gegründet.

 

Um sein Studium abzuschließen, schrieb sich Franko 1892 für ein letztes Semester an der Franz-Josephs-Universität Czernowitz ein, nachdem man ihn an der Lemberger Hochschule nicht mehr zugelassen hatte. Nach seinem Abschluss verbrachte er ein weiteres Semester am Slawistischen Seminar der Universität Wien, wo er am 1. Juli 1893 seine in deutscher Sprache verfasste Dissertation Über Barlaam und Josaphat und die Einhornparabel verteidigte. Eingereicht hatte er sie bei Vatroslav Jagić, der zu dieser Zeit Professor der slawischen Philologie an der Universität Wien war. Mit ihm blieb Franko auch nach seinem Abschluss in Kontakt. Ebenfalls 1893 erschien sein Drama Gestohlenes Glück (ukr. Украдене щастя), das am Theater Ruthenisches Gespräch (ukr. Руська бесіда) aufgeführt wurde.

 

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Wissenschaftlichen Gesellschaft Schewtschenko anlässlich des 100. Jahrestages der Veröffentlichung der Enejida von Iwan Kotljarewskyj, Lwiw, 31. Oktober 1898: In der ersten Reihe sitzend: Mychajlo Pawlyk, Jewhenija Jaroschynska, Natalija Kobrynska, Olha Kobyljanska, Sylvester Lepkyi, Andrij Tschajkowskyj, Kost Pankiwskyj. In der zweiten Reihe stehend: Iwan Kopatsch, Wolodymyr Hnatjuk, Ossyp Makowej, Mychajlo Hruschewskyj, Iwan Franko, Oleksandr Kolessa, Bohdan Lepkyj. In der dritten Reihe stehend: Iwan Petruschewytsch, Filaret Kolessa, Jossyp Kyschakewytsch, Iwan Trusch, Denys Lukianowytsch, Mykola Iwasjuk.

1894 ging er mit Mychajlo Hruschewskyj nach Lemberg, wo er sich in der Wissenschaftlichen Gesellschaft Schewtschenko engagierte, in der er 1899 Vollmitglied wurde.[1] Erfolglos kandidierte Franko bei der Reichsratswahl 1897. 1898 feierte man sein 25-Jahre-Jubiläum als Dichter. Gedichte wie Das Begräbnis (ukr. Похорон), Mein Smaragd (Мій Ізмарагд) und Der arme Heinrich (ukr. Бідний Генріх) entstanden in dieser Zeit. 1904 besuchte Franko Rom. Professoren der Universität schlugen ihn auch als Kandidaten für die russische Akademie der Wissenschaften vor; seine Aufnahme wurde jedoch durch politische Einflussnahme verhindert.[2] Mit 59 Jahren gestorben, wurde er auf dem Lytschakiwski-Friedhof der Stadt Lemberg beerdigt.

Iwan Franko - Die Ehrungen

Die Universität Charkiw verlieh dem Dichter 1906 die Ehrendoktorwürde. Die Wissenschaftliche Gesellschaft Schewtschenko wählte ihn 1904 zum Ehrenmitglied. In den letzten Jahren seines Lebens erfuhr der Dichter Ehrungen wie die Feier zu seinem 40-Jahre-Dichterjubiläum 1914 und die Herausgabe von Jubiläums-Sammelbänden wie Gruß an Iwan Franko (ukr. Привіт Іванові Франкові) und Aus meinen Jugendjahren (ukr. Із літ моєї молодості).

 

Nach Franko ist seit 1962 die Stadt Iwano-Frankiwsk und die Oblast Iwano-Frankiwsk benannt. Die Universität von Lemberg (ukrainisch Lwiw) trägt seinen Namen. Die Verehrung für Franko ist in der modernen Ukraine allgegenwärtig. Das 1964 in Dienst gestelltes Kreuzfahrtschiff der sowjetischen Reederei Black Sea Shipping Company, die Ivan Franko, wurde nach ihm benannt (das Schiff ist gleichzeitig das Typschiff der zwischen 1963 und 1972 erbauten Schiffsklasse von fünf Fahrgast- und Kreuzfahrtschiffen). Zu Frankos Ehren, der den Spitznamen Kamenyar nach einer seiner literarischen Figuren trug, erhielt der 1977 entdeckte Asteroid (2428) Kamenyar seinen Namen.

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Vortrag

Dr. Svitlana Kyryliuk

UNI CZERNOWITZ

Svitlana Kyryliuk – Literaturkritikerin und Dichterin; Kandidat der philologischen Wissenschaften, außerordentlicher Professor der Abteilung für ukrainische Literatur an der Jurij-Fedkowitsch-Nationaluniversität Czernowitz.

Sie wurde in der Bukowina geboren. Sie absolvierte die Fakultät für Philologie der Jurij-Fedkowitsch-Universität Czernowitz. 1999 verteidigte sie ihre Doktorarbeit „Transformation von Motiven und Bildern der Weltliteratur im Werk von Olga Kobylyanska“.

Im Jahr 2004 unterrichtete sie als Gastdozentin ukrainische Literatur an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj (Cluj-Napoca, Rumänien).

Der Autor der Studie „Olga Kobylyanskaya and World Literature“ (Chernivtsi: Ruta, 2002), des Gedichtbandes „The Garden of Earthly Pleasures“ (Chernivtsi: Druk Art, 2016) und der Alphabet-Enzyklopädie „Kobyljanska from A to Z“ (Lemberg: Verlag Stary Lev, 2022) sowie zahlreiche Veröffentlichungen in wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Publikationen.

Eine der Verfasserinnen und Autorin der Kommentare zu den Ausgaben: „Olga Kobyljanska. Sammlung von Werken in 10 Bänden“ (Bände 1–6) (Chernivtsi: Bukrek, 2013–2018), „Komplette wissenschaftliche Sammlung von Werken von Lesya Ukrainka in 14 Bänden“ (Band 6) (Luzk, 2021).

Autorin der Kapitel „Olga Kobyljanska“ und „Ukrainische Prosa in der Bukowina“ in der wissenschaftlichen „Geschichte der ukrainischen Literatur in zwölf Bänden“ (Band 9, Buch 1) (Kyjiv: Naukova dumka, 2023).

Einer der Autoren solcher Sammelpublikationen:

  • „Bukowina. Bukovyna (prijevodi s ukrainskogo)“ (Zagreb, 2017) (Kapitel über Olga Kobyljanska – „Oljğa Kobyljansʼka: aspekti svatalaštva“);
  • „Mutter: Land – Vater: Staat. Loyalitätskonflikte, politische Neuorientierung und der Erste Weltkrieg im österreichischen russländischen Grenzraum“ (Regensburg, 2017) (Artikel „Zwischenmenschen im Zwischenraum: Der Erste Weltkrieg und die Bukowina in ukrainischsprachiger Prosatexten von Olha Kobyljanska, Osyp Makovej und Ivan Bažanskyj“ (gemeinsam mit Kati Brunner verfasst);
  • „Handbuch der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina“ (Berlin, 2023) (gemeinsam mit Kati Brunner verfasst – Kapitel über Osip Makovey und Yevgenia Yaroshynska).

 

Vorwort, Kommentare und Anmerkungen zur Ausgabe zusammengestellt und verfasst: Olha Kobyljanska. „Nach Situationen“ (Charkiw: Vivat, 2024).

 

Preisträger des Olha Kobyljanska -Internationalen Literatur – und Kunstpreises (2016), des Taras-Melnychuk-Literaturpreises „Prinz des Taus“ (2018) und des Paul-Tselan-Regionalliteraturpreises (2019).

Dr. Bohdan Tykholoz

FRANKO MUSEUM LWIW – DIM FRANKA

Bohdan Tykholoz wurde in eine Familie von Sprachwissenschaftlern und Ukrainischlehrern hineingeboren.
Er studierte Philologie an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw (2000) und erlangte zusätzlich eine Aspirantur am Lehrstuhl für ukrainische Literatur von Mychajlo Wosnjak (2003).

2003 verteidigte Tykholoz seine Doktorarbeit mit dem Titel “Die philosophische Lyrik von Iwan Franko: Dialektik poetischer Reflexion” auf dem Fachgebiet Ukrainische Literatur. In den darauffolgenden Jahren arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Mychajlo Wosnjak, sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Franko-Kunde.

Ab 2006 war Tykholoz Dozent am Lehrstuhl für Theorie und Praxis des Journalismus, ebenfalls an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw.
Parallel dazu, von 2004 bis 2010, war er auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schewtschenko-Institut für Literatur an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kyjiw.

Von 2012 bis 2016 vertrat Tykholoz den Dekan für Forschung und Lehre an der Fakultät für Journalistik der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw. 2015/16 hielt er zudem vorübergehend auch den Lehrstuhl für Theorie und Praxis der Journalistik inne.

Seit 2017 ist Bohdan Tykholoz Musumsdirektor der Nationalen Literaturgedenkstätte Iwan Franko in Lemberg.

Seine Ehefrau Natalia Tykholoz ist ebenfalls Sprachwissenschaftlerin, hat einen Doktortitel in Philologie und arbeitet als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Ukrainische Presse an der Nationalen Iwan-Franko-Universität in Lemberg.

Dr. Bohdan Tykholoz

FRANKO MUSEUM LWIW – DIM FRANKA

Bohdan Tykholoz wurde in eine Familie von Sprachwissenschaftlern und Ukrainischlehrern hineingeboren.
Er studierte Philologie an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw (2000) und erlangte zusätzlich eine Aspirantur am Lehrstuhl für ukrainische Literatur von Mychajlo Wosnjak (2003).

2003 verteidigte Tykholoz seine Doktorarbeit mit dem Titel “Die philosophische Lyrik von Iwan Franko: Dialektik poetischer Reflexion” auf dem Fachgebiet Ukrainische Literatur. In den darauffolgenden Jahren arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Mychajlo Wosnjak, sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Franko-Kunde.

Ab 2006 war Tykholoz Dozent am Lehrstuhl für Theorie und Praxis des Journalismus, ebenfalls an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw.
Parallel dazu, von 2004 bis 2010, war er auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schewtschenko-Institut für Literatur an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kyjiw.

Von 2012 bis 2016 vertrat Tykholoz den Dekan für Forschung und Lehre an der Fakultät für Journalistik der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw. 2015/16 hielt er zudem vorübergehend auch den Lehrstuhl für Theorie und Praxis der Journalistik inne.

Seit 2017 ist Bohdan Tykholoz Musumsdirektor der Nationalen Literaturgedenkstätte Iwan Franko in Lemberg.

Seine Ehefrau Natalia Tykholoz ist ebenfalls Sprachwissenschaftlerin, hat einen Doktortitel in Philologie und arbeitet als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Ukrainische Presse an der Nationalen Iwan-Franko-Universität in Lemberg.

Pauline Kästner

SCHAUSPIELHAUS DÜSSELDORF

Pauline Kästner wurde in Halle (Saale) geboren und studierte zwischen 2011 und 2015 an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied des Schauspielstudios am Staatsschauspiel Dresden. Hier spielte sie in Inszenierungen von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk, Susanne Lietzow und Jan Gehler.

Es folgten Festengagements in Braunschweig und Kassel, wo sie u. a. in »Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken« von Laura Naumann (Regie: Anna Sina Fries) oder als Helena in Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« (Regie: Laura Linnenbaum) zu sehen war. Zur Spielzeit 2018/19 wechselte sie ans Staatstheater Nürnberg und spielte dort etwa in Clara Weydes Bearbeitung von E. T. A. Hoffmanns Schauernovelle »Der Sandmann« oder in Tschechows »Die Möwe« (Regie: Anne Lenk).

Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Andreas Kriegenburg, in dessen Inszenierungen von »Nora« nach Henrik Ibsen und Sophokles’ »Antigone« sie die Titelrollen übernahm. Für ihre Interpretation von »Effi Briest« (Regie: Schirin Khodadadian) wurde Pauline Kästner 2016 von der Fachzeitschrift Theater heute als Schauspielerin des Jahres nominiert. Sie wirkte in diversen Fernsehproduktionen mit.

Ab der Spielzeit 2022/23 gehört Pauline Kästner zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses, wo sie als Desdemona in der bilingualen Inszenierung der südafrikanischen Regisseurin Lara Foot von Shakespeares »Othello« im Großen Haus debütierte. Zudem ist sie am D’haus in »Die fünf Leben der Irmgard Keun« von Lutz Hübner und Sarah Nemitz (Regie: Mina Salehpour) zu erleben, sie spielt »Das kunstseidene Mädchen« nach dem Roman von Irmgard Keun als Monolog im Foyer des Schauspielhauses und ist in »Richard III.« (Regie: Evgeny Titov) zu sehen. Sie stand darüber hinaus beim D’haus Open Air 2023 in »Figaros Hochzeit oder Der tolle Tag« in der Regie von Andreas Kriegenburg auf der Bühne.

Orte

UKRAINISCHE FREIE UNIVERSITÄT - MÜNCHEN

Ukrainische Literatur im Epochenumbruch vom 19. zum 20. Jh

Barellistr. 9a,
80638 München

Donnerstag, 23. Mai
19:00

STADTBÜCHEREI HEIDELBERG

Ukrainische Literatur im Jahrhunderwende vom 19. zum 20. Jh

Poststr. 15,
69115 Heidelberg

Freitag, 24. Mai
18:30

GERHARD-HAUPTMANN-HAUS DÜSSELDORF

Olha Kobyljanska - Ukrainische Lorelei

AUSLANDGESELLSCHAFT.DE - DORTMUND

Ukrainische Literatur im Epochenumbruch vom 19. zum 20. Jh

Steinstraße 48,
44147 Dortmund

Sonntag, 26. Mai
17:00

ФУНДАЦІЯ НОВИЦЯ - NOWICA, POLSKA

УКРАЇНСЬКА ЛІТЕРАТУРА на зламі 19 та 20 ст.

Nowica 95,
38-315 Nowica, Polen

Субота, 01. Червня
18:30